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neue ausstellungsräume braucht die stadt. oder: wattestäbchen2

so, jetzt ists wieder soweit. ich verlasse meine virtualisierte bleibe in den weiten des 3d internetz, weil sowieso keiner dorthinkommt und überhaupt die ganze sache mit dem virtuellen zu vage scheint als dass es sich auszahlen würde zu warten bis ihr alle dort seid. deshalb auch mein radikal veränderter ansatz mit dem realen.

zu diesem zwecke brauchts natürlich die einzig, wahre und gute lola. ohne die funktioniere ich ja so gut wie gar nicht. ich weiss nicht ob ihr sowas kennt, aber da gibts so menschen mit denen mann halt einfach gut arbeiten kann, also besser als alleine. auch wenn ich in den letzten jahren durch wahre katastrophen von kooperationen ging. da erinnere ich mich nur an die zeiten als veranstalter von grossevents, oder die artsblogger failures sind mir vivid in erinnerung.

aber die schatten der vergangenheit solln nun endgültig ruhen, schliesslich gehts ja ums ganze. zukunftsangst bestimmt das handeln, die kunstwelt mit ihren damien hirsts und erwins würmer die ihrerseits panik schieben (allerdings aus ganz anderen gründen) soll nun endlich neu erfunden werden. dazu braucht es natürlich ganz besonders gute konzepte und vor allem einen langen atem. denn so leicht ist das ganze dann auch wieder nicht. aber hey – was gibts schöneres als eine wirtschaftskrise die ihrerseits den kunstmarkt infiziert hat und nun auf eine grosse veränderung wartet, die vor allem die galerien an sich in frage stellt.

ist es dann so schlau wieder eine galerie aufzumachen, die genau das bedienen soll. nämlich den kunstmarkt ? ich sag ja, denn es liegt nicht daran, dass es zuviele galerien gibt, es liegt daran dass die kuratoren einfach permanent daneben greifen. da liegt auch schon der ansatz: mehr als danebengreifen kann man wohl nicht…

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wie langweilig politik doch wurde anhand der beiden wahlkämpfe in wien und stmk

weil ich ja in erster linie ein politischer mensch bin, schau ich mir ja die wahlplakate gerne an. ich sehe dann wenigstens die haltung der werbeagentur die den stimmenfängern die plakate schnitzen und dabei so ziemlich alles falsch machen was nur falschzumachen geht.

allen voran die övp in der steiermark. die werben jetzt mit der farbe grün, scheinbar wollen sie kraft ihrer gedanken die tatsache ignorieren, dass es schon eine partei gibt die diese farbe für sich reklamiert. deswegen treten sie wo es nur geht mit dieser colorierung zu tage. hoffentlich wird das kein schuss in den ofen wie der bergmann so schön sagt.

das bzö in der steiermark besinnt sich jedoch auf alte traditionen. die blauen ableger der politisch rechten mitte und wirtschaftlichen prostitution versuchen sich mit den bekannten letzten haider sujets. glaseinschenken am heurigentisch, gewinnerpose vor der baumallee – herr gross, dessen vornamen wir uns wohl nicht mehr merken müssen, ist sich selbst nicht zu schade um auf das vokabular des alkoholsüchtigen amokfahrers mit wirtschaftskriminaltendenzen zurückzugreifen.

die wiener fpö ist scheinbar so weit abgeschlagen, dass sie alle register ihres nichtvorhandenen könnens ziehen müssen um überhaupt noch in die schlagzeilen zu kommen. da wird was gestottert von wiener blut, mut und wenn der wind noch günstig ist plakatieren sie ‘blut und ehre’ oder vielleicht auch ‘gott mit uns’. ebendiesen dürfen wir danken, dass selbst die strunzdumme, kronenzeitungsrückverdummte volksseele auf solcherart hohles rufen nicht mehr reagiert. die strache partei rechnet nun schon laut eigener angabe nicht mehr mit dem bürgermeisteramt. nunja – ich hätts ihnen schon vorher sagen können auch. aber auf linkxlinke rotzphilosophaster hört ja wohl keiner.

also – wenn diese wahlkämpfe nun nicht eindeutig einen sieg von SPÖ und grünen bringt, dann frage ich mich langsam wieso die parteien überhaupt noch plakatieren. denn dann wäre wohl wirklich zu hinterfragen ob wir mit dem steuergeldern nicht was schlaueres anfangen könnten, wünsche und ideen bitte in die comments. …

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das metaverse, die probleme und wieso dich das interessieren sollte.

nun hört man ja sporadisch in den medien immer wieder dinge über das metaverse. die 3D welten die da und dort aufpoppen und in denen die benutzer von speziellen dingen wie raumschiffflotten durch unbekannte galazien zu steuern bis werwolfjagd und pornoabenteuern alles erleben können das sie sich so in ihren köpfen vorstellen können oder auch nicht.

mein zugangt war die letzten 3 jahre über die plattform ‘secondlife’. wo ich jetzt schon wieder den wütenden mob raunen höre: ‘bitte nicht secondlife. das ist doch schon längst tot oder.’

ja, stimmt. secondlife ist klinisch tot. es hat eine reihe von veränderungen erfahren, die diese offene und freie welt zu einem überregulierten molloch von pixelfehlern macht. es begann damit das glückspiel zu verbieten, dann kamen die restriktionen mit landverkäufen und schliesslich die verbannung alles pornoesqen in den neu angelegten kontinent ‘zindra’. dort wurde sämtliche nacktheit hinverbannt, die sich zuvor recht dezent in das maingrid eingeflochten hatte.

das hatte den grossen vorteil, dass menschen die nur für pornoaktivitäten das grid besuchten, nach getaner ‘arbeit’ sich auch den schöngeistigen dingen wie glücksspiel, sporadisches bauen und kleidershoppen hingaben. das hielt die wirtschaft am laufen. denn wenn man über sl motzen wollte konnte man das recht gut, jedoch die wachsende wirtschaft strafte alle kritiker lügen. seit der separierung des porno kontinents sind die sexsüchtigen, die ihre such im virtuellen kompensieren – was vor allem vorteile bei der übertragung von sexuellen krankheiten bringt – isoliert in der strengen kammer und bewegen sich dort nicht mehr weg. sex, sex and nothing else.

doch was muss passieren, dass das metaverse endlich breitenwirksam wird, die neue technologie der wahlfreien dislozierung und schimmernde kollaboration endlich sich den weg nimmt? was braucht es eigentlich um eine welt mit so vielen anreizen zu schaffen, dass auch endlich der durchschnittliche facebook user farmville den rücken kehrt und in die welt der 3 grossen Ds eintaucht?

nun, zum einen funktionieren die obengenannten flashapplikationen so gut, weil sie keinerlei zusaätzlichen programme erfordern ausser den browser und eben flash. im grunde ist es nichts anderes als eine separate viewerapplikation für das metaverse zu laden, jedoch integriert flash bequem in den browser. das macht die geschichte so leicht zu bedienen und auch wieder in den hintergrund zu rücken. nach lust und laune kann man den browser auf eine andere seite zeigen lassen, und schon zeigt er die neuesten nachrichten oder sportergebnisse. darauf kommt es den facebook user an: einfachheit und bequemlichkeit. wir wollen keine zusatzapplikationen laden oder sonst einen technischen stunt erfüllen. keep it simple…

auch ist das monetarisierungssystem im grid wenig bis nicht attraktiv. will ich geld ausgeben, so kaufe ich es von den lindens, wechsle ich es wieder in reale währung geht mein weg auch an den lindens vorbei. kurz: jeder penny wird zweimal von dem bösen hegemon lindenlabs besteuert also doppelt abgezockt. das muss sich auch ändern wenn die metaverse technologie endlich die breite masse erreichen will.

opensource! es muss in GPL lizensierten softwarepaketen erscheinen und jeder muss sich seinen server zu hause aufstellen können, damit auch die nerds und geeks endlich ihren spielgrund haben. auch wenn 89% der user niemals in die gegend der linux administrierung der server kommen werden, die informellen führer der szene wollen wenigstens die möglichkeit dazu haben auch wenn dies nur sporadisch genutzt wird. auch das ist ein problem von linden labs. sie verstehen es einfach nicht, haben auch cory linden einen der masterminds von lindenscriptinglanguage gefeuert, weil er sich massiv für die lizensierung der serversoftware einsetzte. man bedenke einmal welche masse an programmieren, tüftlern und opensource freaks eine öffentliche, globale metaverse-serversoftware anziehen könnte.

das ganze findet jetzt gerade statt, auch wenn es von der öffentlichkeit wenig bis unbeachtet bleibt. im osgrid.org wird diese utopie wirklichkeit und wir alle werden es beobachten können. auch wenn wir noch immer ein spielfeld für kreative und querköpfe bleibt..

Position:Lendplatz,Graz,Österreich

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der rechtsstaat und seine kaputte mütze

rechtsstaat, rechtssicherheit und der hinterhältige atem der eliten und strizzies.

wir leben ja in einer lustigen zeit. unsereins hats ja auch ganz gut erwischt, sieht man sich mal ganz ehrlich um. solange die leute noch kraft zum jammern haben wird die sache schon nicht zu schlimm sein. ich für meinen teil, aufgewachsen in der kreisky era, mangel war ein fremdwort, arbeit für jeden und volle kanne wohlstand. so stellt man sich als wautz das leben vor, da kann man durchatmen und der nette rauschebart hat uns dann auch immer in ganz langsamer und präziser sprache die welt erklärt. da blieben keine fragen mehr offen, und wenn mal trotzdem dissonanz herrschte wurde einfach geschichte gelernt. so leicht war das.

und dann trotzdem, sagt man schon, trotz den wirrnissen der 0er-jahre, auch wenn die unfähigste regierungsmannschaft am start war, so ziemlich alles falsch machte was falschzumachen geht. trotz allem sind wir noch immer recht gut aufgestellt. was ich persönlich richtig begrüsse.

einzig der rechtsstaat. dem gehts ein wenig schlecht. die ministerin, lustigerweise selbst richterin und bekannt geworden durch einen politprozess hat durch richtiges verhalten in urteilsfragen ihr ticket bekommen. nun ist sie zwar ein wenig unter druck, man sieht ihrem körper die strapazen des amtes an, aber doch immer noch ministrabel. man kann der lady nur gratulieren. weniger gratulieren kann man dem menschen den sie auf unabsehbare zeit in u-haft gesteckt hat. der einzige der nicht freigelassen wird.

ohne nachhaltigkeit in der rechtsprechung wird wohl auch weiterhin dieses land auf dem weg zur judikativen bananenrepublik bleiben. vielleicht wirds auch ein einziges mostviertel das land. jedenfalls darf man gespannt bleiben.

ein weg sich der rechtssicherheit dieses landes zu entziehen ist sich der aufrechten meldung zu entziehen. das erreicht man am besten mit globetrottertum. und auch angesichts der wirtschaftslage möchte ich jedem, der auch nur die leiseste chance hat sich mit seinen talenten mobil oder wenigstens selbständig zu halten dazu anstiften mitzumachen, bei der grössten völkerwanderung seit der völkerwanderung.

ich arbeite am besten von unterwegs

Position:Blumauergasse,Wien,Österreich

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in der bewegung liegt die kraft.

in letzter zeit bemerke ich immer wieder, wie doch bewegung und dislozierung dem geist gut tun. das letzte jahr war ich viel wengier auf achse als die davor, selbst den sommer bin ich in der stadt geblieben. retrospektiv ist/war das ein schwerer fehler den ich nicht mehr machen will.

vielleicht fehlt mir auch nur das happy home. als besessener habe ich auch schon mühe meinen wohnbereich zu gestalten wenn es denn zeit dafür ist. so muss ich immer im letzten augenblick, ich nenne es ‘wohnungsinfarkt’ meine bleibe vom müll, unrat und projektüberresten befreien bevor ich endlich wieder einen halbwegs lebbaren zustand vorfinden kann.

doch das nicht allein ist der grund für diesen mobilitätswunsch meiner. irgendwie liegt so eine unglaubliche unruhe in unserer kultur, auch in mir selbst, dass ich es nun nicht mehr aushalten kann länger als eine woche an einem ort zu sein. ist das ein anzeichen einer neuen völkerwanderung? bin ich nur überlastet mit luxusproblemen? wo will ich denn eigentlich hin.

aber egal. ist eh an der zeit wegzugehn, oder wieso sollte ich denn noch in einer stadt bleiben die mir unzählige male klar gemacht hat, dass sie mich nicht will und auch nicht kann. glücklich machen.

Position:Blumauergasse,Wien,Österreich

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